17 Sustainable Development Goals der Agenda 2030

Baubiologie

Baubiologie & Nachhaltigkeit

Seit über 50 Jahren realisieren Baubiologinnen und Baubiologen ihre Gebäude energieeffizient und umweltschonend mit qualitativ hochwertigen Baustoffen. Sie betreiben somit seit geraumer Zeit eine nachhaltige Baukultur.

Das seit 1992 bekannte 3-Dimensionen-Modell für nachhaltige Entwicklung bildet die Basis der Baubiologie. Sie erweitert diesen Kriterienkatalog noch um einen vierten Handlungsbereich, der vor allem das menschliche Wohlbefinden hervorhebt und sich mit den Themen Ethik als Grundlage aller Entscheidungen sowie den kulturellen Errungenschaften als Basis für Innovationen befasst.

Nachhaltiges Bauen und Baubiologie verfolgen dieselbe Grundidee. Zentral ist die Frage: Wie können die Grundbedürfnisse aller Menschen auch in Zukunft befriedigt werden, ohne dass die Ressourcen des begrenzten Ökosystems Erde überstrapaziert werden?

Die vier Bereiche der Baubiologie

Um das aktuelle Konsumniveau beim Material-, Energie- und Ressourcenverbrauch zu halten, bräuchten wir mehr Ressourcen als diese Erde zur Verfügung stellen kann. Da wir nur eine Erde haben, ist die Art und Weise des Bauens grundsätzlich zu überdenken.

Die Bauwirtschaft kann einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der aktuellen Probleme leisten, wenn sie die Nachhaltigkeitsziele umsetzt. Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe für Baumaterialien und der Einsatz regenerativer Energien mit klimagerechten, effizienten Heiz- und Kühlsystemen sind aber nicht die einzigen Handlungsfelder. Die Optimierung der Kreisläufe ist zentral.

Expert/innen fürs nachhaltige Bauen planen aus ganzheitlicher Perspektive.

Da Bauen eine Vielzahl von Interessen in den unterschiedlichen Lebenszyklus-Phasen eines Bauwerks zusammenführt, ist nachhaltiges Bauen komplex. Alle am Bau beteiligten Fachkräfte müssen entsprechende Kompetenzen für ihren Fachbereich vorweisen, sollten aber auch den Überblick über die grossen Zusammenhänge behalten. Durch die umfassende Betrachtungsweise kann die Zusammenarbeit vereinfacht und auch Schnittstellenprobleme am Bau reduziert werden.

Expert/innen fürs nachhaltige Bauen haben die nötigen Kompetenzen erworben. Sie kennen Kriterien aller Nachhaltigkeitsbereiche (Ökologie, Ökonomie, Soziales), der Agenda 2030 und der nationalen Strategien (Klima, Energie, Biodiversität, Gesundheit, Baukultur) sowie des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz, SNBS. Darüber hinaus orientieren sie sich aber auch am umfassenden Wohlbefinden der Nutzer/innen und reflektieren ihre Unternehmenskultur.

Schulhaus Münchwilen, Dransfeldarchitekten
K 118 Winterthur, Baubüro in situ
MFH Sunny Watt, Kämpfen Zinke und Partner